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Philosophie

„…Am Anfang waren ZwischenRäume. Gedankliche Bruchstellen, Lücken, Metaphern, Übergänge, die Frage nach Verbindendem, die nach der Emanzipation der Leerstellen, nach der Kategorie der Relation. Unser lebensweltlicher Aufenthalt, die ästhetischen Wahrnehmungen, die Gesamtheit unserer Veräußerungen und Verinnerlichungen, Kultur und Natur weisen ununterbrochen auf die Möglichkeit eines Dazwischen hin.

In den ZwischenRäumen liegt das Innovationspotential und wartet darauf, gefunden zu werden. Die ZwischenRäume sind jene Räume, in denen sich Ideen manifestieren, in denen sich die Gründe für Unterscheidungen finden. Es sind aber auch Räume, in denen neue Ideen gefunden werden. ZwischenRäume sind die unsichtbaren Speicher unserer Kreativität, unserer Sinngebung und unserer Denkmöglichkeiten. Sie haben auch die Eigenschaft, sich stets zu verändern und mit neuen Ideen und Bedeutungen gefüllt zu werden. Innovationen liegen aber nicht faul in ZwischenRäumen herum und der Mensch hat nichts weiter zu tun, als sie von dort abzuholen. ZwischenRäume müssen immer neu geschaffen werden, damit immer neue Ideen entstehen können.

ZwischenRäume als Ort der Innovationsgenese bedeutet die Akzeptanz von Unsicherheiten. Ein Ideensystem, funktioniert es einmal, wieder aufzugeben, stets zu erneuern und somit zu verändern, ist eine Herausforderung; für das Denken, für unsere Bequemlichkeit, für unser menschliches Sicherheitsgefühl. Wie erfahren wir uns und unsere Umwelt “dazwischen”? Zwischen dem, was wir unterschieden haben? Wie sieht die Welt in ihren ZwischenRäumen aus, in denen die Unbestimmtheiten wuchern, auf denen wir unsere Sicherheiten und Bestimmungen bauen?“ (Dariusz Radtke & Hagen Schulz-Forberg, FORUM46)

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